Aktuelles

was geht weiter?
wie geht’s weiter?

***


Am Dienstag, 06. Juli 2021 fand ein Hock im öffentlichen Garten im Kulturhauspark Dornbirn (Essbare Stadt Dornbirn) statt zu dem breit eingeladen wurde, um über den Stand der Dinge – und was sich seit der Projektwerkstatt im Oktober 2021 getan hat – zu informieren und sich unter Gleichgesinnten auszutauschen.

***

Am Freitag, 25. Juni 2021 fand das erste Treffen zur Vernetzung von Gemeinschaftgärten und Essbaren Gemeinden in Vorarlberg im Schopf des Obst- und Gartenbauvereines Wolfurt mit dem Gemeinschaftsgarten Wolfurt und dem promente Garten vor Ort.

Im Format von Open Space wurden u. a. die folgenden Themen behandelt:

  • Vernetzung, Zusammenarbeit und Belebung von Gärten
  • Kommunikation und Gemeinschaft beim gemeinschaftlichen Gärtnern
  • Wie starte ich einen Gemeinschaftgarten?

Alle Interessierten werden ins Netzwerk gemueseallmende@riseup.net sowie zum Hock am Dienstag, 06. Juli 2021, 17:00 Uhr in den öffentlichen Garten im Kulturhauspark Dornbirn (Essbare Stadt Dornbirn) sowie zur österreichweiten Tagung der Gemeinschaftsgärten und Essbaren Gemeinden sowie der Bewegung für Ernährungssouveränität am Wochenende vom 24./25. September 2021 nach Graz eingeladen. 

* * *

Österreichweite Netzwerktagung der Gemeinschaftsgärten und Essbaren Gemeinden
vom 24. bis 25. September 2021 in Graz.

unter dem Titel (noch Arbeitstitel) “Ernährungsgerechtigkeit, kooperative Lebensmittelsysteme und soziale Handlungsräume”. 

2021 in Kooperation mit dem Forum Urbanes Gärtnern Graz und erstmals gemeinsam mit der Herbsttagung der Österreichischen Bewegung für Ernährungssouveränität.

* * *

Du möchtest mitarbeiten und deinen Teil für gesunden und gemeinschaftlichen Gemüsebau für alle in jeder Nachbarschaft beitragen? Um so gemeinsam die Vision (s. u. ) erreichen? Melde dich gerne mit einer E-Mail an gemueseallmende@riseup.net.

* * *

Hock im Garten für alle Gemüse-Enthusiast*innen
am Dienstag, 06. Juli 2021, 17:00 Uhr
im Kulturhauspark in Dornbirn (Essbare Stadt Dornbirn).

Bei Schlechtwetter im WirkRaum der Caritas in Dornbirn (Bahnhofstraße 9).
Bring Snacks, Essen und Drinks gerne selber mit.
Jede*r ist herzlich willkommen mit Kind und Kegel.

* * *

1. Tag der Gemeinschaftsgärten und Essbarer Gemeinden
am Freitag, 25. Juni 2021, 16:00 Uhr
beim Schopf des Obst- und Gartenbauvereines Wolfurt (Flotzbachstraße).

Es wird ein Gemeinschaftsgarten-Abendessen geben.
Dazu bringe gerne etwas zum Teilen mit den Anderen mit.

Anmeldung unter schrift@ogv.at.

* * *

VISION mit Stand Ende Mai 2021

GEMÜSE FÜR ALLE

  1. Vision 
  2. Beweggründe
  3. Kurzbeschreibung der Initiative

1 | VISION

“Alle Menschen in Vorarlberg haben Zugang zu Gemüse*anbau** in ihrer Nachbarschaft.”

Definition *Gemüse: Obst, Gemüse, Beeren, Nüsse, Pilze, Getreide
Definition **Betriebsformen: Gemeinschaftsgarten, Essbare Städte und Gemeinden, Schulgarten, Erwerbsgemüsebau, Solidarische Landwirtschaften, Vertragslandwirtschaft, Selbsterntefelder, Gastronomie inkl. Anbau, etc.

>> Saatgut erhalten

  • Saatgut sehen wir als Gemeingut auf das es keine Patente geben sollte.
  • Alle Menschen wissen um die Wichtigkeit von Saatgut, das einfach nachgezüchtet werden kann und sich den regionalen Gegebenheiten anpasst.

>> Boden sichern

  • Alle Menschen haben langfristig gesicherten Zugang zu Boden für den lokalen Anbau von Gemüse. Wir sehen Boden als Gemeingut an, landwirtschaftliche Flächen sollten dementsprechend geschützt sein.
  • Alle Menschen sind befähigt den Boden so zu bewirtschaften, dass sich die Bodenfruchtbarkeit erhält und langfristig aufgebaut werden kann. Stichwort: Kreislaufwirtschaft.

>> Wissen transferieren

  • Wir sehen Saatgut, Boden und Gemüsewissen als Gemeingüter, die entsprechend gepflegt, geteilt und offen zugänglich gemacht werden.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass die Praxis und Theorie einer naturnahen Nahrungsmittelproduktion (inklusive Verarbeitung und Zubereitung) für alle ein fixer Bestandteil des Bildungssystems ist.
  • Wir arbeiten dahingehend, dass Bildungssysteme, Medien und co. das Bewusstsein zu den Potentialen und den Herausforderungen in der Gemüseproduktion vermitteln.

>> Beteiligung schaffen

  • Wir laden ALLE Menschen dazu ein mitzuarbeiten, sich zu vernetzen und sich zu unterstützen bei der gemeinschaftlichen Bewirtschaftung eines Stückes Land mittels Gemüse*bau.
  • Wir sind im Austausch mit dem Erwerbsgemüsebau und wertschätzen andere Gemüse-Produktionsformen.

>> Lobbyarbeit betreiben

  • Wir sind uns der Auswirkungen der Lebensmittelproduktion auf unsere Umwelt und ihre Ressourcen bewusst und dementsprechend verändern wir Agrarpolitik und Landwirtschaft in Richtung Zukunftsfähigkeit.
  • Wir betreiben Lobbyarbeit, sodass die öffentliche Hand die Verantwortung übernimmt und die Potentiale der regionalen und kleinstrukturierten Gemüseproduktion fördern.
  • Wir machen uns stark dafür, dass die Menschen, die Gemüse*bau betreiben wertgeschätzt werden und besonders Frauen in der Landwirtschaft und Quereinsteiger*innen gestärkt werden.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass die Arbeit im Gemüse*bau entsprechend gut bezahlt wird und unter guten Arbeitsbedingungen stattfinden kann. Gemüsearbeit bereitet Freude.
  • Wir setzen uns für eine transparente Agrarpolitik ein, die offene Strukturen für die Teilhabe aller betroffenen Menschen bietet mit dem Fokus auf die Schonung der Umweltressourcen. Das Konzept der “Ernährungssouveränität” – was nicht gleich der Ernährungssicherheit ist – bietet dafür eine gute Grundlage und wird breit thematisiert.

2 | UNSERE BEWEGGRÜNDE

Gemeinsam erreichen wir, dass …

  • jede*r Vorarlberg*in mit eigenem Gemüseanbau zum Erhalt und zur Verbesserung unserer Umwelt und Region beitragen kann.
  • die Obst- und Gemüsevielfalt und Versorgungssicherheit in Vorarlberg gegeben ist. Beispiel: Gemüse aus der Region auch im Winter.
  • sich die Vorarlberger*innen bewusstwerden, dass regionales und saisonales Essen ihrem Körper guttut. Deshalb ist das Gemüseangebot aus Vorarlberg umso wichtiger. Beispiel: Avocados sind dann nicht mehr auf dem täglichen Speiseplan – Alternativen gibt es viele.
  • beim Garteln neue Gemeinschaften und Austausch entstehen, die allen Freude, Zufriedenheit und Gesundheit bereiten.
  • es für zukünftige Generationen wieder selbstverständlich ist, ihr eigenes Gemüse anzubauen und den Gemüseanbau ganzheitlich zu denken.
  • die Kreislaufwirtschaft regionale Versorgung gewährleistet und Ressourcen geschont werden.
  • jeder Mensch sein Recht auf Nahrung einlösen kann und Ernährungssouveränität besteht.
  • die tatsächliche Vielfalt an regional Verfügbarem und Möglichem sichtbar gemacht wird.

3 | KURZBESCHREIBUNG DER INITIATIVE

Für gesunden und gemeinschaftlichen Gemüsebau für alle in jeder Nachbarschaft.
Die Initiative Gemüseallmende.

Im Oktober 2020 haben sich rund 30 Gemüse-Enthusiast*innen, Boden-Expert*innen, solidarische Landwirt*innen getroffen, um die Herausforderungen und Potentiale des regionalen Gemüsebaus in Vorarlberg zu beackern. Die Initiative möchte mit deren Gemüsevision die Potentiale, die regionaler und besonders gemeinschaftlicher Gemüse*bau in sich trägt, vor den Vorhang holen.

Regionaler Gemüse*bau

  • reduziert Transportwege, fördert die Bio-Diversität, fördert gesundes Bodenleben und damit den Klimaschutz in hohem Maße.
  • bringt Menschen/Nachbarschaften zusammen um mit- und voneinander zu lernen, um freudvoll miteinander zu garteln und sich zu einem guten Teil selbst zu versorgen und gemeinsam gesund zu kochen. Das fördert in hohem Maße die Gesundheit und andere soziale Faktoren.
  • reduziert Abhängigkeiten, unterstützt die Versorgungssicherheit und fördert die Ernährungssouveränität.

Mit verschiedensten Schritten wollen wir diese Potentiale wachsen lassen, bestehende und neu entstehende Projekte unterstützen. Dazu wollen wir auch die Politik und die öffentliche Hand in die Pflicht nehmen. Es braucht Unterstützung damit die Wertschätzung für die Arbeit auf den Gemüsefeldern und in Gemüsegärten steigt, um damit verbundene Herausforderungen anzugehen.

* * *

Ein Antrag auf Fördermittel beim Büro für Freiwilliges Engagement und Beteiligung wird im Mai 2021 gestellt. Im Juni 2021 liegt die Zusage für die Kleinprojekteförderung in der Höhe von 700,00 Euro vor.

* * *

Jänner bis März 2021 wird die österreichweite Vernetzung mit der Teilnahme am Ideation Day und dem weiteren Einreichprozess der Forschungsförderungsgesellschaft Österreich (FFG) und des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) für neue Arbeits- und Begegnungsräume am Land vorangetrieben.

* * *

Mit Dezember 2020 wird es möglich auf gemueseallmende.ogv.at den laufenden Prozess und hilfreiche Unterlagen öffentlich zu teilen.

* * *

Seit Ende 2020 gibt es circa ein Mal im Monat einen Video-Call oder ein analoges Treffen in dem eine Kleingruppe vor allem an der Gemüsevision und an der Idee des Gemüse-Kompetenzzentrums arbeitet. Wer mit dabei sein möchte, schreibt einfach eine E-Mail an gemueseallmende@riseup.net.

* * *

16./17.10.2021 | Offene Projektwerkstatt

Nach der schon erwähnten Gemeinschaftsgärten-Bestandsaufnahme der Bodensee Akademie war die Gemüseallmende-Projektwerkstatt ein erster Schritt um im biologischen und gemeinschaftlichen Gemüsebau mehr Potentiale zu heben und verschiedene Herausforderungen anzugehen.

Hier sind neben den in der Projektwerkstatt diskutierten Anliegen und Ideen auch noch weitere Punkte notiert. Inklusive der Info ob und wo/wie dazu schon nächste Schritte in Planung sind, oder ob es noch Initiative dazu braucht!

Aktuelle/dringende Anliegen aus der Samstagsgruppe der Projektwerkstatt.

  • Kompetenzzentrum Gemüse(allmende) > Förder-, Vernetzungs- und Koordinationsstelle für (gemeinschaftliches) Bio-Gemüse für alle.
  • Gemüse-Vision formulieren
  • Bewusstsein, Wertschätzung und Bedarf für Bio-Gemüse(allmenden) in der Bevölkerung und Politik wecken.
  • Ernährungssouveränität und Ernährungsrat > demokratische Agrar- und Lebensmittelpolitik.

Ein mögliches Gemüse(allmende)-Kompetenzzentrum wurde an diesem Samstag im Oktober nicht als Einzelnes diskutiert – wurde allerdings bei den anderen Themen zum Teil mitgedacht. Es soll dazu ein Treffen in einer Kleingruppe geben.