Dokumentation der Offenen Projektwerkstatt

In Stichworten.

TAG 1 | Freitag-Nachmittag 16.10.2021

  • Vorstellungsrunde
  • EINSTIEG durch Initiator Stefan Schartlmüller mit einer kurzen Information zur Entstehung der Initiative und zu Potentialen und Herausforderungen im (gemeinschaftlichen) Gemüsebau.
  • Simone König ergänzt mit Informationen rund um das Thema Allmende und Genossenschaften in Vorarlberg und gibt noch ein Überblick über die Ergebnisse der Bodensee-Akademie-Umfrage unter solidarischen Landwirtschaften und Gemeinschaftsgärten aus dem Jahr 2017/18. DOWNLOAD
  • Spannender Input von Agrarwissenschafterin und Autorin Andrea Heistinger zum Thema ökologischer Gemüsebau in Österreich mit Fakten zu Flächenbedarf, Widmungskategorien und co. Sie zeigt das historische Gemüseallmende-Beispiel „Pflanzsteige“ in Schiltern/NÖ. PRÄSENTATION
  • Zwei Runden in Kleingruppen mit Input aus Pionier-Projekten mit Fokus vier Themenbereichen.
  • Eine weitere Runde in Kleingruppen. Fokus und weiterführenden Fragen oder Anliegen zu den vier Schwerpunkten:
    1 Förderung/Unterstützung
      2 Boden/Land
      3 Bildung/Wissen
      4 Gemeinschaft/Soziales

    PIONIERPROJEKTE
    Essbare Stadt Dornbirn. Initiator Thomas Mathis hat über die Entstehung und die Herausforderungen des Projekts Essbare Stadt Dornbirn berichtet. Das besondere an der Essbaren Stadt ist dass diese Art der Gemeinschaft eine komplett offene Struktur hat. Also alle die wollen können mitmachen, ernten kommen.
    Solidarische Landwirtschaft Ravensburg. David Steyrer hat uns als Berater und Gärtner mit spannenden Informationen über die Solidarisch Landwirtschaft in Ravensburg versorgt.
    Gemeinschaftsgärten Servicestelle Tirol und Gartenpolylog Wien. David Stanzel & Christoph Klocker bieten schon seit Jahren umfassende professionelle Unterstützung für neu entstehende, gemeinschaftliche Gartenprojekte und essbare Gemeinden (Gründungsberatungen). Zusätzlich gibt’s den Fokus auf Vernetzung und Austausch. Weitere Schwerpunkte sind die Vernetzung und Weiterentwicklung von bestehenden Gemeinschaftsgärten sowie Fortbildungen.
    Schul- & Gemeinschaftsgarten & Gemeinschafts-Erdkeller Bezau. Isabella Moosbrugger berichtet über ihre gemeinschaftlichen Gartenprojekte im Bregenzerwald. LINK MARIE ARTIKEL.

  • ERKENNTNISSE nach Schwerpunkten1 Förderung/Unterstützung
    – Die Unterstützung in den Gemeinden hängt maßgeblich von den dort handelnden Personen ab, oft ist man auch von Einzelpersonen abhängig. Die Unterstützung kann gut sein oder auch nicht, Gemeindesupport wäre allerdings sehr wichtig. Crowdfunding kann etwas bewirken, ist aber mit viel Arbeit verbunden.
    – Von Gemeinden „semi-optimal“/schlecht umgesetzte Projekte hinterlassen keinen guten Eindruck > Projekte begleiten lassen, Know-how und Moderation unbedingt mit einbeziehen.
    – Förderebenen und Förderdschungel kann mühsam sein. Eine Aufwandsentschädigung für die verantwortlichen Personen ist wünschenswert.
    – Kompetenzzentrum – Wo könnte dieses unterstützen? Wo soll dieses angesiedelt werden? Wie kann finanziert werden? Fonds Gesundes Österreich?
    – Es braucht eine Gemüse-Lobby in Vorarlberg.

    2 Boden/Land
    – neue/alternative „Landbesitz-Modelle“, bspw eine Stiftung kauft Böden
    – sichere Musterverträge erstellen / zur Verfügung stellen / Sicherheit für Verpächter
    – Flächen von Körperschaften mobilisieren – mit unbefristeten Verträgen
    – Widmungskategorie Gemeinschaftsgarten
    – Öffentlichkeitsarbeit

    3 Bildung/Wissen
    – KnowHow ist wichtig!
    – Vernetzung für Wissensaustausch, auch überregional!
    – wie kann Wissen gut zur Verfügung gestellt werden? – Gemüse-Wiki?
    – Kochen können ist auch ein Thema dabei.
    – Bezau: Schulgarten ist im Sachunterricht verankert.
    – Möglichkeit schaffen, um mit Unterstützung fertige Pakete für den Unterricht zu erstellen Seite 3!
    – Ernährungsrat!
    – Es gibt eine neue Gemüse-Fachausbildung in Vorarlberg, diese ist erfreulicherweise voll ausgebucht

    4 Gemeinschaft/Soziales
    – gute ehrliche Kommunikation ist wichtig
    – Welche Strukturen braucht es dafür – zB Soziokratie
    – Bei der Gründung von Gemeinschaftsprojekten ist es ratsam Begleitung/Know-how einzuholen, sowohl Gemüsewissen als auch zu Moderation/Gruppenprozessen.
    – Verbraucher*innen, Gemüse*produzent*innen und Gärtner*nnen zusammenbringen
    – Potentiale erheben braucht Ressourcen.
    – Soziale Beziehungen über längere Sicht, viel Wechsel kann schwierig sein.
    – Wertschätzung und Zusammenhalt innerhalb eines Projekts stärken?
    Was steht im Vordergrund? Soziales, Ertrag, Experimente? Arbeit?!
    – Kompetenz-Hierarchien beachten, Verantwortungen gut/besser aufteilen.
    – Bewusstsein in der Gesellschaft muss steigen.
    – Es braucht mehr Leute, die Verantwortung übernehmen.

  • SONSTIGES
    – Welche Struktur braucht DAS WAS HIER ENTSTEHT, damit was weitergeht?
    – Es soll ein Treffen zum Thema CSAs (Solidarische Landwirtschaften) – organisiert von Nicole (Gemüse-Koop Liechtenstein) geben.
    –  Der 1. Tag der Gemeinschaftsgärten und Essbaren Gemeinden in Vorarlberg findet in Kürze statt.
    –   Die österreichweite Netzwerktagung von Gemeinschaftsgärten und Essbaren Gemeinden könnte für die Weiterentwicklung in 2022 genutzt werden.